Matratzen geeignet für Senioren

Es gibt verschiedene Matratzenarten, doch nicht jede wird den Bedürfnissen von älteren Menschen gerecht. Die Matratzenindustrie bietet eine Auswahl von Matratzen speziell für ältere Menschen, die so genannten „Seniorenmatratzen“, an. Sie besitzen besondere Eigenschaften, die einen gesunden und schmerzlosen Schlaf für Senioren fördern.

Warum brauchen Senioren andere Matratzen?

Ältere Menschen benötigen ihren Beschwerden angepasste Matratzen. Der Fachmann empfiehlt weichere Modelle, um Knochenschmerzen, Wundliegen oder Druckstellen abzuwehren. Die Haut wird empfindlicher, die Schlafgewohnheiten und die Ansprüche des Menschen an die Liegepositionen verändern sich. Schlafstörungen lassen sich mit einer Seniorenmatratze deutlich reduzieren.

Welche Matratzen sind geeignet und warum?

Bei Seniorenmatratzen ist auf spezielle Anforderungen nach orthopädischen Aspekten zu achten. Als optimal gelten Latex- und Schaumstoffmatratzen. Diese Matratzen passen sich perfekt dem Körper an, unterstützen den Knochenapparat und die Wirbelsäule in jeder Schlaflage. Die ideale Matratze hat den Nacken- und Schulterbereich zu unterstützen, damit keine Überdehnung der sensiblen Muskeln auftritt. Das Material gibt nicht nach, es bilden sich keine Liegekuhlen. Selbst wenn die Position im Schlaf verändert wird, formt sich die Matratze langsam zurück. Somit passt sie sich den Gewohnheiten der Senioren an und bieten einen bequemen, schmerzfreien Liegekomfort. Schaum- und Latexmatratzen sind besonders langlebig und pflegeleicht. Das Drehen und Wenden dieser Matratzen ist durch ihr geringes Gewicht einfach.
Zu harte Matratzen können den druckempfindlichen Körper von Senioren schädigen, es kommt eventuell zu Durchblutungsstörungen und Dekubitus. Das bedeutet nicht, dass eine extrem weiche Matratze richtig ist. Die korrekt balancierte Matratze für ältere Menschen hat eine untere härtere Schicht und die weichere Oberschicht. Sie lagert die belastete Wirbelsäule in gerader bequemer Linie und wirkt unterstützend.
Taschenfederkern- und Kaltschaummatratzen mit Oberflächenprofilierung überzeugen mit einem guten Feuchtigkeitsmanagement. Um die Wirbelsäule zu entlasten und das Hinlegen oder Aufstehen zu erleichtern, sollten Matratzen für Senioren die bequeme Komforthöhe zwischen 20 cm und 30 cm aufweisen. Unterteilt in orthopädische Liegezonen sorgen diese Matratzen für eine bequeme Liegefläche. Zusätzliche Hilfe gibt eine Sitzkante durch Randverstärkung der Matratzen. Durch den Widerstand des Matratzenrandes wird beim Aufstehen weniger Kraft benötigt.

Verschiedene Matratzenarten

  • Kaltschaum-Matratzen für Senioren

Hochwertige Matratzen aus Kaltschaum sind ideal für Senioren. Sie sind in sieben Zonen eingeteilt, die lästiges Einsinken von Hüfte oder Schultern wirkungsvoll verhindern, es entstehen keine Liegemulden. Damit bekommt der Körper während der Nachtruhe nötige Unterstützung. Die extreme Atmungsaktivität schafft ein trockenes Schlafklima, denn sie garantiert die Durchlässigkeit von Feuchtigkeit. Ältere, druckempfindliche Menschen bevorzugen Matratzen aus Viscoschaum. Er passt sich der Körperform an und reagiert thermoplastisch. Der Körper sinkt sanft ein und geniesst eine angenehme Nachtruhe. Das leichte Eigengewicht der Kaltschaum-Matratzen erweist sich beim Beziehen oder Wenden als besonders praktisch.

  • Latexmatratzen für Senioren

Latex-Matratzen guter Qualität punkten mit relativer Weichheit, die dem Begehren älterer Menschen nach weichem Liegegefühl entspricht. Zudem überzeugen Matratzen aus Latex durch ihre vorzügliche Punktelastizität, sie sichert die erforderliche Unterstützung des Leibes im Schlaf. Auch Latex-Matratzen werden mit sieben Zonen angeboten, sie weisen ungleiche Lochstärken im Latex auf. Dadurch bildet sich auf der Latex-Matratze keine Liegemulde und sie gibt nur an der Stelle nach, die tatsächlich belastet wird. So verbessert sich die Durchblutung während der Nacht und der Körper ist keinem Druck ausgesetzt. Nachteilig ist das Gewicht dieser Matratzen, darum bestehen Matratzen für Senioren häufig aus Kaltschaum, sie sind langlebig und leichter zu Händeln.

  • Taschenfederkern-Matratze

Taschenfederkern-Matratzen mit integrierter Sitzkante sind keine denkbaren Matratzen für ältere Menschen. Sie erleichtern zwar das Aufstehen oder Zubettgehen und die eingenähten Federn verschaffen wohltuende Druckentlastung, aber es bilden sich Liegemulden, wodurch Wirbelsäule und Knochenapparat nicht mehr unterstützt werden. Die beliebten Federkernmatratzen sind daher für Senioren nicht geeignet.

  • Was ist beim Kauf zu beachten

Matratzen für Senioren sollten ein angenehmes, persönliches Liegegefühl vermitteln, Skelett, Kopf und Wirbelsäule unterstützen und keine Liegemulden bilden. Beim Kauf sollte deshalb Gewicht, Körpergröße, gesundheitliche Beschwerden sowie die bevorzugte Schlafposition des Nutzers berücksichtigt werden. Menschen wechseln in der Nacht mehrmals die Schlafposition, es muss eine Matratze gefunden werden, die ein wohliges Liegegefühl in sämtlichen Schlafpositionen vermittelt. Dieses testet der Käufer am Besten durch Probeliegen.
Achten Sie auf eine geeignete Höhe des Bettes, es ist für Senioren beschwerlich, aus einem zu niedrigen Bett aufzustehen. Der Umgang mit Matratzen wird für sie bei schweren Modellen kompliziert. Also sind für Senioren leichte Matratzen auszuwählen, die bequem im Handling sind.
Die Eigenschaften des Bezuges mit erheblicher Atmungsaktivität ist ein weiterer, wichtiger Aspekt. Grundsätzlich empfiehlt sich ein hochwertiger PU-Bezug (Polyurethan-Bezug) für die neue Matratze, er ist atmungsaktiv und bietet gleichzeitig Schutz und Hygiene.
Der Fachmann empfiehlt für Senioren eine mittelfeste Kaltschaummatratze mit einer guten Zoneneinteilung (softe Schulterzone, mittelfester Beckenbereich) sowie einer guten Unterstützung im unteren Rückenbereich. Er liefert Ihnen die Matratze zwecks Probeliegens nach Hause, holt diese Matratze zurück, wenn sie nicht richtig ist. Auf diese Weise probiert der Kunde im eigenen Umfeld aus, wie gut er auf der Matratze liegt und ob er am nächsten Morgen ohne Beschwerden aufwacht. Je nach Grad der körperlichen Einschränkungen sorgen qualitativ hochwertige Matratzen für einen erholsamen Schlaf.
Bei allen Erkenntnissen über Liegekomfort und Ergonomie bleibt der entscheidende Punkt Ihr individuelles Wohlbefinden.

Die Bedeutung des Schlafes

Einleitung

Schlafen – Was genau wird darunter eigentlich verstanden? Was passiert, wenn sich der Körper zur Ruhe legt und sich ins Reich der Träume begibt? Welche Auswirkungen besitzt unser Schlaf? Wie wichtig ist Schlaf für den Menschen? Ist er unabdingbar oder könnte man vielleicht darauf verzichten? Wieso träumen manche Menschen mehr als andere? Und welche Bedeutung haben Träume eigentlich?

Allgemeines über den Schlaf

Die Menschen schlafen seit Anbeginn ihrer Zeit. Schlaf ist elementar für jeden einzelnen Menschen. In dieser Zeit kommt der Körper zur Ruhe und kann sich seiner Regeneration widmen. Der Kreislauf fährt runter, der Puls senkt sich und die Atmung flacht ab. Ein gesunder Schlaf dient der Erholung des kompletten Organismus und ist wichtiger Bestandteil des Menschenlebens. Bekommen wir zu wenig davon, sind wir anfälliger für Erkältungen oder andere Erkrankungen. Bei chronischem Schlafmangel können sich sogar schwerwiegende Krankheiten wie beispielsweise Bluthochdruck oder Magen-Darm-Störungen entwickeln. Psychische Krankheiten sind ebenso zu berücksichtigen.
Erholsam ist der Schlaf vor allem zu Nachtzeiten, wenn es draußen dunkel ist. Entgegen vieler alten Meinungen haben Forscher in etlichen Studien herausgefunden, dass der Mensch eine sogenannte „innere Uhr“ besitzt. Diese innere Uhr sorgt dafür, dass der Schlaf nachts erholsamer ist als am Tage. Es macht dabei keinen Unterschied, ob durch künstliches Licht versucht wird, eine Täuschung zu erzeugen.
Durch das Schlafen erreicht der Mensch einen gewissen Abstand zum Tagesgeschehen und kann seine Selbstheilung anregen. Dies ist für ihn unverzichtbar.
Zusätzlich gibt es unterschiedliche Schlaftypen von Menschen. Das bedeutet, dass manche Personen länger schlafen müssen als andere. Während manche Menschen mit vier bis fünf Stunden Schlaf auskommen, können es bei anderen durchaus acht oder mehr Stunden sein. Der genaue Grund dafür ist bisher noch nicht hinreichend erforscht.

Schlafphasen

Es gibt vier unterschiedliche Schlafphasen, die man Zyklus und Zyklus durchläuft.
Dazu zählen die Einschlafphase, der leichte Schlaf, die Tiefschlafphasen beziehungsweise Traum- oder REM-Schlaf.

Phase I:
Bei der Einschlafphase kommt der Körper langsam zur Ruhe und die Atmung wird ruhiger. Diese Phase beschreibt den Übergang vom Wachzustand in den Schlaf. Zu dieser Zeit entspannt sich die Muskulatur und auch die Gehirnströme werden langsamer.

Phase II:
Während des leichten Schlafes schläft man ungefähr zehn Minuten ganz leicht und die Muskulatur ist am arbeiten. In dieser Zeit kann es zu leichten Muskelzuckungen kommen. Danach entspannen sich die Muskeln.

Phase III und IV:
Diese beiden Phasen bezeichnen die Tiefschlafphasen. Zu dieser Zeit schläft der Körper fest und er wacht nur sehr schwer auf. Die Regeneration des Körpers verläuft hier besonders gut. Die REM-Phase (Rapid Eye Movement) ist jene Phase, in der sich die Augen sehr schnell bewegen. Der Schlafende träumt in dieser Zeit und ist lebhaft im Geschehen. Das Gehirn arbeitet nun auf Hochtouren und Personen, die zu dieser Zeit geweckt werden, können sich meistens sehr gut an ihre Träume erinnern. Zu dieser Zeit kann es auch zu sogenannten „Klarträumen“ kommen. Später jedoch mehr dazu. Die Muskulatur ist komplett entspannt und stellt vermutlich eine Art Selbstschutz dar. Der Körper kann sich somit nicht selbst verletzen, auch wenn er sich in wilden Träumen wiederfindet.
Nach Ablauf dieser ineinander übergreifenden Phasen beginnt der Zyklus von Neuem. Mit zunehmender Schlafdauer werden die REM-Phasen stetig länger. Ein kompletter Zyklus dauert zwischen 60-90 Minuten.

Bedeutung und Nutzen der Träume

Entgegen vieler Meinungen träumt jeder Mensch. Die meisten können sich lediglich nicht mehr an ihre Träume erinnern. Nur schemenhaft sind vielen ihre Träume direkt nach dem Aufwachen noch präsent. Ist der Körper schließlich richtig wach und man hat sich bereits bewegt, sind diese jedoch meist schon komplett vergessen. Das führt dann häufig zu der falschen subjektiven Einschätzung, man würde nicht träumen.
Weshalb der Körper träumt ist noch nicht komplett ergründet. Wissenschaftler sind sich über den konkreten Nutzen noch nicht eindeutig einig. Jedoch scheint es unumgänglich zu träumen. Ein Ansatz ist der, dass die Träume das Erlebte verarbeiten. Ein anderer könnte sein, dass durch das Unterbewusstsein bestimmte Hinweise gegeben werden. Ein Traum besteht zu einem Großteil aus Symbolen. Hierzu zählen archetypische Symbole, die ganz allgemein gelten. Jedoch sind einige Symbole wohl auch individuell zu betrachten. Bücher über Traumdeutungen liefern hier weitere Ansätze.
Menschen durchleben ihren Alltag vermutlich erneut und lernen durch das Geträumte neue Lösungsansätze für ihre Probleme zu finden.

Was ist ein Klartraum?

Ein Klartraum, auch luzides Träumen genannt, entwickelt sich dann, wenn dem Träumenden bewusst wird, dass er träumt. Die Person wacht dann nicht auf, sondern kann ihren Traum nach ihren Wünschen gestalten. Sie erlangt die volle Kontrolle über den Traum und kann ihren Interessen folgen. Beispielsweise ist es dann möglich, im Traum bewusst zu fliegen oder anderen Aktivitäten nachzugehen. Grundsätzlich gilt diese Fähigkeit als erlernbar, erfordert jedoch sehr viel Übung und Geduld. Auch hier liefern einige Bücher interessante Anleitungen. Das Gegenteil eines Klartraumes nennt man Trübtraum, also einen „normalen“ Traum. An Klarträume kann man sich in aller Regel sehr gut erinnern, da diese nahezu so „echt“ erlebt werden, wie die bekannte Realität.

Abschließendes

Letztlich bleibt festzuhalten, dass der exakte Grund, weshalb wir schlafen, noch nicht eindeutig erforscht ist. Bekannt ist nur, dass es für den Menschen ausgesprochen wichtig ist zu schlafen und zu träumen. Bleiben der Schlaf und die Träume für lange Zeit aus, kann es psychischen und körperlichen Beschwerden kommen. Nach einigen Tagen Schlafentzug fangen Menschen an zu halluzinieren. Das Thema Schlaf ist noch recht jung in der Forschung und wird die nächsten Jahre sicherlich noch zu neuen Erkenntnissen führen. Das komplexe Themengebiet bietet bisher noch viel Raum für Spekulationen und bleibt definitiv interessant.

Arzneimittel – Erstattungen und Zuzahlungen

Was bedeutet Zuzahlung?

Versicherte, die Leistungen der Krankenkasse in Anspruch nehmen haben einen Teil des finanziellen Aufwands, bis zu einer festgelegten Belastungsgrenze, selbst zu tragen.

Wer muss zuzahlen?

Zuzahlungspflichtig sind alle Krankenversicherten.

Wann muss man zuzahlen?

Die Pflicht gilt, wenn Leistungen der Krankenkasse in Anspruch genommen werden. Dazu gehören, neben stationärer Behandlung und Fahrkosten, in erster Linie Medikamente.

Das Rezept

Je nach Rezept unterscheidet sich die Zuzahlungspflicht. Stellt der Arzt ein grünes Rezept aus, so übernimmt die Krankenkasse das Medikament nicht, da es sich dabei um ein privates Rezept handelt. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um so genannte „OTC“ (Over the Counter) Präparate. Sie sind nicht verschreibungspflichtig.

Ist ein Rezept rosa-farben, handelt es sich um ein rezeptpflichtiges Medikament, für welches man sich die Kosten erstatten lassen kann.

Die Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente liegt bei einem Minimum von 5€ und einem Maximum von 10€.

Die Festbetragsregelung

Sie legt fest, dass die Krankenkassen für Arzneimittel einen festgelegten Preis bezahlen, der für diese Gruppe von Medikamenten gilt. Liegt ein Medikament über dem genannten Preis, muss der Differenzbetrag zusätzlich zur regulären Zuzahlung geleistet werden, ob man als Patient befreit ist oder nicht.

Es ist empfehlenswert, beim Arzt nach einem preisgünstigeren Medikament zu fragen. Liegt der Preis des Arzneimittels über dem Festbetrag, ist der Arzt verpflichtet den Patienten darüber zu informieren.

Ändert sich der Festbetrag bei einem Medikament, kann dieses kostenpflichtig werden. Schließen Krankenkassen Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern ab, ist es möglich, bei diesen Arzneien ganz oder teilweise einen Zuzahlungserlass zu erwirken. Mitunter kann man dann Arzneien ohne Aufzahlung erhalten.

Arzneien über Versandapotheken

Verschreibungspflichtige Medikamente müssen in Deutschland zu einem einheitlichen Preis verkauft werden.

Kommen die Medikamente aus der EU-Versandapotheken, dann sind Rabatte und Nachlässe auf Zuzahlungen möglich.

Wie viel muss zugezahlt werden?

Der Betrag ist individuell abhängig vom Patienten. Je nach Ausgangssituation unterscheiden sich die Belastungsgrenzen. Der Prozentsatz liegt bei 2% des Bruttoeinkommens zum Lebensunterhalt. Dabei geht der Gesetzgeber vom Gesamteinkommen des Haushalts aus. Berücksichtigung finden alle im Haushalt lebenden Personen.

Der Freibetrag

Jede im Haushalt lebende Person, hat einen Freibetrag. Für den ersten Angehörigen, der im Haushalt lebt, liegt dieser bei 15%. Im Jahr 2017 liegt dieser bei 5.355 Euro. Für Kinder ist der Freibetrag etwas höher angesetzt und liegt bei 7.356 Euro.
Diese Freibeträge werden vom Bruttoeinkommen der Familie abgezogen.

Das Bruttoprinzip

Das Bruttoeinkommen gilt als Maßstab für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Deshalb bildet es die Grundlage für die Berechnung. Ja nach Einkommen wird anhand dieser Zahlen die Beitragshöhe festgelegt.

Einnahmen aller im Haushalt lebenden Familienangehörige zählen dazu. Zu den Einkünften gehören wiederkehrende Bezüge, wie z. B. Arbeitsentgeld oder Rente. Einnahmen aus Vermietung und Verpacchtung, Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung sind davon nicht ausgenommen.

Die Befreiung

Wird die Belastungsgrenze erreicht, besteht Anspruch auf eine Zuzahlungsbefreiung. Um diese zu erhalten, müssen die Versicherten die Zuzahlungen dokumentieren und können einen Befreiungsbescheid beantragen.

Belastungsgrenze bei chronischer Krankheit

Sind Versicherungsnehmer in regelmäßigen Abständen wegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung, liegt die Belastungsgrenze niedriger. Die Selbstbeteiligung liegt bei 1 % der Bruttoeinnahmen. Wer wenigstens 1 Jahr, mindestens einmal pro Quartal wegen derselben Krankheit beim Arzt war, gilt als chronisch krank.
Festlegung der Kriterien und Feststellung einer chronischen Krankheit obliegen der Krankenkasse.

Diese Regelung gilt auch für Personen, wo die z. B. die Unterbringung im Heim vom Träger der Sozialhilfe oder der Kriegsopferfürsorge getragen wird. Dazu zählen auch Sozialhilfeempfänger.

Für Versicherte, die nach SGBII Leistungen beziehen, sind die Bruttoeinnahmen der Bedarfsgemeinschaft relevant.

Was über die Belastungsgrenze hinausgeht, kann sich der Patient von der Krankenkasse unter Vorlegung der Quittungen erstatten lassen.

Heimbewohner

Leben Versicherte Sozialhilfeempfänger in einem Heim, wird die Zuzahlungshöchstgrenze vom Träger der Sozialhilfe, in Form eines Darlehens gewährt. Dieses wird direkt an die Krankenkasse ausgezahlt. Die Rückzahlung erfolgt in Raten. Dafür werdeb die Versicherten sofortig von der Zuzahlungspflicht befreit.

Absetzbare Zuzahlungen

Belege von Medikamente können für die Steurerklärung aufbewahrt werden. Die Zuzahlungen zu den Arzneimitteln sind steuerlich absetzbar.

Demenz – Therapie und Behandlung

Wenn man die Diagnose Demenzerkrankung erhält, ist das für die meisten Erkrankten ein großer Schock und man hat die schreckliche Vorstellung vor Augen, dass man in kürzester Zeit nicht mehr ein alltagskompatibles Leben führen kann. Zwar ist eine Demenz nicht heilbar, doch durch geeignete Therapien und Behandlungsmethoden kann das Fortschreiten der Krankheit durchaus erheblich gebremst werden und auch die Lebensqualität der Betroffenen kann verbessert werden. Eine passende Therapie wird vom Facharzt dem Stadium der Erkrankung angepasst und kann daher in unterschiedlicher Form verlaufen und durchgeführt werden.

Bevor sich für eine bestimmte Therapie bei der Demenz entschieden wird, gehen die Fachärzte in einer dreischrittigen Untersuchungsmethode vor.

Im Vorfeld werden die Ursachen erforscht, die durch eine geeignete medizinische Versorgung abgewendet werden können. Im Rahmen einer solchen Behandlung kommen auch das Training des Gedächtnis des Demenzerkrankten und ergotherapeutische Maßnahmen zum Einsatz, sowie die Behandlung mit geeigneten Medikamenten, so dass eine ganzheitliche Therapie bereits von Beginn der Erkrankung erfolgt.
Insbesondere ältere Menschen leiden unter Mangelerscheinungen in den verschiedensten Bereichen. So kann ein Mangel an Vitaminen oder auch an Flüssigkeit dafür verantwortlich sein, dass die Anfänge der Demenz weiter fortgeschritten sind, als sie eigentlich sein sollten. Diese Ursachen werden durch die medizinischen Untersuchungen behoben und auch ausgeschlossen. Aber auch weitere organische Ursachen müssen im Vorfeld als gravierende Ursachen der Demenz ausgeschlossen und beseitigt werden. Das können unter anderem Entzündungen und Infektionen von Bereichen des Gehirns sein. Aber auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann Vergesslichkeit und leichte Verwirrtheit bei den erkrankten Personen hervorrufen. Oft leiden die Betroffenen auch unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, die eine partielle Verwirrtheit und auch Vergesslichkeit verursachen kann, die dann als Symptome der Demenz von den Erkrankten gedeutet werden.

Im weiteren Schritt erfolgt dann die Medikation des Arztes.

Allerdings ist es zur Zeit leider so, dass geeignete Medikamente zur Behandlung von einer Demenzerkrankung nicht in zahlreicher Menge auf dem Medikmentenmarkt verfügbar sind. Die Hauptziele dieser Medikamente, die auch als Antidementiva bezeichnet werden, liegen in der Minderung von Störungen in der Gedächtnisleistung und in der Stabilisierung in den alltäglichen Vorgehensweisen und Handlungen.

In diesem Bereich gibt es auch pflanzliche Präperate, die auf Basis von Ginkgo Biloba hergestellt werden und unterstützend im Rahmen der Demenztherapie eingenommen werden können.
Für eine Verzögerung der Demenzerkrankung ist es wichtig, dass die Betroffenen auch alternative Behandlungsmethoden als unterstützende Maßnahmen mit in ihren Therapieprozess mit einbeziehen. Hierzu zählen neben ausreichender Bewegung an der frischen Luft auch Gedächtnistraining und ergotherapeutische Einheiten. Aber auch Musiktherapien können eine gute unterstützende Wirkung haben. Diese soll insbesondere darin bestehen, dass die Lebensqualität der Demenzerkrankten verbessert beziehungsweise erhalten wird. Sie sollen durch alternative Therapieformen vor allem auch den Umgang mit ihren Einschränkungen erlernen und meistern. Ein Bestandteil kann auch das Erlernen der Orientierung mit einer Demenzerkrankung sein, denn die Vorstellungen von Räumlichkeiten gehen oftmals schnell verloren und dann muss man Taktiken kennen, die einen den Umgang mit einer solch problematischen Situation erleichtern.
Man sollte sich in fachkundige Einrichtungen begeben, denn dort wird man sehr gut beraten werden, welche einzelnen therapeutischen Maßnahmen am besten unterstützend ineinandergreifen. Schließlich ist es auch wichtig, dass man seinem Gehirn ausreichend Ruhe und Schlaf bietet, damit es genügend Regenerationsphasen hat.
Es ist im Rahmen der Demenztherapie die Angehörigen der erkrankten Person mit ins Boot zu nehmen. Neben einer guten Aufklärung über die Erkrankung und ihren Verlauf gehört auch eine Betreuung in schwierigen Situationen dazu. Es ist für die meisten Angehörigen richtig schwer, die Wesensveränderungen bei ihren geliebten Angehörigen zu beobachten. Erschwerend kommt gerade in den weiter fortgeschrittenen Stadien das Problem hinzu, das Verhalten der Angehörigen zu verstehen, denn die Sprache reicht meistens nicht mehr aus, um sich zu verständigen. Wünsche und Probleme der erkrankten Menschen können dann meistens nur mit ausreichender Kenntnis über die Erkrankung verstanden werden.

Die Rollstuhlarten – Welche Rollstuhltypen gibt es

Rollstühle

Eine Sitzfläche, zwei Griffe, vier Räder. Das haben alle Rollstühle gemeinsam. Doch es gibt viele verschiedene Rollstuhlarten. Im Groben gibt es 2 Kategorien. Die manuellen Rollstühle und die elektrischen. Weitere Unterscheidungen gibt es in der Bauart, dem Antrieb, dem Verordnungstext oder der Einsatzmöglichkeit.

Manuelle Rollstühle

Händische Rollis kommen ohne Elektronik aus. Zum Fortbewegen wird die Muskelkraft eingesetzt. Der Fahrer muss die Reifen drehen um vorwärts zu kommen. Es gibt auch Rollstühle, die nur passiv bewegt werden können. Diese Art kommt häufig in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen zum Einsatz.

Bauarten

Eine allgemeine Differenzierung stellt die Bauweise dar. Auf dem Markt werden faltbare und starre Rollstühle angeboten. Zusammenklappbare Rollstühle sind schwerer als die starre Variante. Zudem lassen sie sich oftmals weniger gut bewegen. Da sie im Alltag praktikabler und platzsparender sind, sind sie beliebter als die Starrrahmenstühle.

Antriebsarten

Ein Rollstuhl muss nicht immer mit zwei Armen angetrieben werden. Es gibt Modelle, die man mit einer Hand betreiben kann. Sie werden Einhandrollstühle genannt. Es werden auch Rollis mit Hebelantrieben angeboten. Dazu bewegt der Fahrer einen Hebel, der die Reifen ankurbelt. Eine andere Art davon ist eine Kurbel. Dazu dreht der Rollstuhlfahrer an einer Kurbel, die die Räder wiederum bewegt. Diese Art von Rollstuhl ermöglicht ebenfalls einen einhändigen Betrieb. Auch ein Antrieb mit der Fußkraft ist möglich. Dazu wird auf die Trittfläche getippt. Das führ zu einem Antrieb der Reifen.

Verordnungstext

Kauft man sich einen Rollstuhl, ist der Text auf dem Rezept ausschlaggebend für das Rollstuhlmodell, welches man bekommt. Standartrollstühle werden häufig in Kliniken eingesetzt. Diese Art ist nicht individuell anpassbar und nur für den kurzzeitigen Gebrauch bestimmt. Er ist vergleichsweise schwer und nicht gut lenkbar. Eine Unterkategorie davon sind die Leichtrollstühle. Sie halte einige Zusatzmöglichkeiten bereit wie das Verstellen der Sitzhöhe. Der größte Vorteil ist das leichtere Gewicht. Dies führt zu einer besseren Lenkbarkeit. Pflegerollstühle lassen sich oftmals nicht vom Rollstuhlnutzer selbst bewegen. Dafür weisen sie Zusatzfunktionen auf. Eine Verstellung der Sitzposition bis hin zum Stand oder Liegen ist damit machbar. Wegen den vielfältigen Verstellmöglichkeiten steigt das Gewicht dieser Rollstuhlmodelle.

Einsatzmöglichkeit

Für viele Anlässe gibt es individuelle Arten. Es gibt den Duschrollstuhl, der wasserabweisend ist. So ist es möglich, mit dem Rollstuhl unter die Dusche zu fahren. Eine Toilettenstuhlfunktion stellen sie häufig zur Verfügung. Für den Sport werden ebenfalls weitere Rollstuhlarten angeboten. Es gibt zum Beispiel für Basketball, Tennis oder Rennsport Modelle. Diese sind für die jeweiligen Bedürfnisse ausgelegt. Rollstuhlnutzer müssen auch nicht auf den Strandurlaub verzichten. Für das werden Bauarten produziert, die nässe- und sandunempfindlich sind. Sie besitzen größere Reifen, damit das Fahren auf dem unebenen Boden leichter fällt.

Elektrische Rollstühle

Elektrische Rollstühle werden mit Strom angetrieben. Das bietet den Vorteil, dass wenig Muskelkraft zum Fortbewegen nötig ist. Es genügt die Beweglichkeit einer oder zweier Finger, um den Rolli zu bewegen. Diese Art von Rollstühlen ist kompakter verbaut. Sie sind kleiner und wendiger. Vor allem für kleinere Wohnungen ideal. Bei den elektrischen Rollstühlen wird unter dem Einsatz unterschieden. Ob für innen oder draußen. Eine Kombination aus beiden ist möglich. Der Unterschied besteht aus der Reifengröße und den Zusatzfunktionen. Außenrollstühle bieten Diebstahlschutz, Spritzschutz, Rückspiegel und Federungen.

Pflege der Zahnprothese

Auch die Zahnprothese will gründlich gereinigt werden, sonst entwickeln sich Bakterien und diese wiederum verursachen üblen Mundgeruch. Wer künstliche Zähne hat, braucht keine Zähne zu putzen? Falsch! Zwar kann sich bei einer Vollprothese kein Karies bilden, aber Pflege brauchen die „Dritten“ trotzdem. Wird die Prothese nicht ausreichend gepflegt, sind oft Entzündungen der Mundschleimhäute und des Zahnfleisches die Folge. Falls Sie nur eine Teilprothese tragen, verstärkt sich auch das Risiko, dass noch verbliebene, gesund Zähne Schaden nehmen. Aber wie pflegt man nun die „Dritten“ am besten und was ist dafür alles nötig?

Zahnbürste oder Prothesen-Bürste?

Für die Reinigung der Zahn-Prothese können Sie auch eine normale Zahnbürste verwenden, sie sollte aber sehr harte Borsten haben, denn eine weiche Zahnbürste nutzt nicht viel. Spezielle Prothesen-Bürsten sind deutlich besser, sie sind dem Zahnersatz angepasst und halten viel mehr Druck aus. Außerdem sind diese Modelle mit sehr harten Borsten bestückt, sie säubern das Gebiss sehr effektiv. Allerdings eignen sich diese Zahnbürsten tatsächlich nur für künstliche Zähne, für echte Zähne brauchen Sie immer noch eine normale Zahnbürste.

Ob nun Zahnpasta oder ein anderes „Putzmittel“ geeignet ist, daran scheiden sich die Geister. Manche Menschen schwören auf die Zahncreme, andere wiederum behaupten, dass die Zahnpasta die Prothese angreift. Was ist nun richtig? Tatsächlich enthält Zahnpasta Fluide und andere “Putzmittel“, die dem Gebiss auf Dauer schaden könnten. Besser ist es, die dritten Zähne mit etwas flüssiger Handseife oder einem Geschirrspülmittel zu reinigen. Scheuermittel haben allerdings an einem Gebiss nichts zu suchen. Auch beim Entkalken müssen Sie aufpassen, kochend heißes Wasser und Essig entkalken nicht, sie greifenden Kunststoff nur an.

Natürlich muss das Gebiss immer gut unter fließenden Wasser abgespült werden, alle Seifenreste werden so entfernt. Bleibt doch ein etwas seifiger Geschmack zurück, können Sie gerne mit Mundwasser spülen. Am besten ist es natürlich die Prothese nach jeder Mahlzeit zu säubern, aber zweimal am Tag muss das Gebiss einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Ganz so, wie die echten Zähne. Wenn Sie unterwegs sind, reicht eine Reinigung unter klarem Wasser. Es gibt natürlich auch Reinigungstabletten, gegen die eigentlich gar nichts zu sagen ist. Sie sollen Bakterien entfernen und hartnäckige Verschmutzungen lösen. Aber eine Reinigung mit einer Prothesen-Bürste ist unerlässlich. Übrigens, Sie sollten immer ein Handtuch ins Waschbecken legen, denn wenn die Prothese doch einmal aus der Hand rutscht, kann sie nicht so leicht zerbrechen.

Benutzen Sie Haftcreme?

Wahrscheinlich ja, denn sie gibt Ihnen ein angenehmes Tragegefühl der Prothese. Achten Sie aber besonders darauf, dass alle Reste der Haftcreme bei jeder Reinigung vollständig entfernt werden. Mehr Haftcreme, Haftpolster oder Gel ist nicht sinnvoll, die künstlichen Zähne halten dadurch nicht besser, es wird nur die Reinigung erschwert.

Worauf sollten Sie sonst noch achten?

Bei Gebiss-Trägern ist die Mundschleimhaut sehr empfindlich und dadurch können Entzündungen leichter vorkommen. Sie sollten deshalb täglich das Zahnfleisch massieren. Benutzen Sie dafür eine weiche und etwas angefeuchtete Zahnbürste. So wird die Durchblutung angeregt und auch Speisereste und Bakterien können sich nicht festsetzen. Wenn Sie dabei Schmerzen haben oder gar feststellen, dass das Zahnfleisch an manchen Stellen geschwollen ist, dann sollten Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen. Sie sollten überhaupt generell zum Zahnarzt gehen, einmal im halben Jahr ist „Pflicht“. Bei echten Zähnen machen Sie das ja auch.

Mit der richtigen Pflege werden Sie Ihr strahlendes Lächeln behalten, künstliche Zähne sind hier kein Hinderungsgrund. Es ist wohl am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig eine Zahnprothese zu tragen, aber schon nach kurzer Zeit haben Sie sich an die „Dritten“ gewöhnt und werden gar nicht mehr bemerken, dass es nicht mehr die „Echten“ sind.

Eine professionelle Reinigung der Zahnprothese

Wenn Sie Ihr Gebiss schon längere Zeit im Mund haben, dann sollten Sie eine professionelle Gebiss-Reinigung durchaus in Erwägung ziehen. Denn oft lassen sich Verfärbung, auch bei regelmäßiger Pflege, nicht ganz vermeiden. Hier steht den Zahnärzten oder dem Labor ein spezielles Gerät zur Verfügung, Plaque und Zahnstein wird vollkommen entfernt, innerhalb von nur 30 Minuten ist Ihr Zahnersatz wie neu. Wenn Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen, wird er feststellen, ob Ihr Gebiss professionell gereinigt, unterfüttert oder gar erneuert werden muss.

Treppenlifte – Die Arten und Kosten im Überblick

Treppenlifte erhöhen die Mobilität in den eigenen vier Wänden und verbessern damit die ‎Lebensqualität entscheidend. Besonders ältere Personen haben oft Probleme beim ‎Treppensteigen, wissen jedoch nicht immer ausreichend über Treppenlifte bescheid. ‎
Dieser Artikel bietet detaillierte Auskünfte zu Herstellern und Zwischenhändlern, ‎verschiedenen Modellen, Preisen und etwaigen Zuschlägen durch Pflege- oder ‎Krankenkassa.

Preise

Der Preis für einen bestimmten Lift kann meist nicht angegeben werden; auch die Hersteller ‎beziffern ihre Produkte höchst selten. Dies hat einen guten Grund, denn so wie jede Treppe ‎ist auch jeder Treppenlift individuell. Daher können pauschale Preise praktisch unmöglich ‎genannt werden. ‎
Die wichtige Preisfaktoren sind die Form der Treppe und das Modell des Lifts. Je mehr ‎Kurven eine Stiege hat und je enger der Aufgang ist, desto komplizierter wird die Anpassung ‎des Lifts und desto teurer wird das Produkt. Bei geraden Treppen sind weniger Änderungen ‎nötig; man könnte einen Lift „von der Stange kaufen“. Auch das Modell des Lifts beeinflusst ‎logischerweise die Preisentwicklung. Prinzipiell sind Sitz- und Stehlifte günstiger in der ‎Anschaffung als andere Muster. Dafür sind sie jedoch auch nicht immer für alle geeignet, ‎beispielsweise für Rollstuhlfahrer nur sehr schlecht bzw. gar nicht. Sie sind auf einen anderen ‎Treppenlift angewiesen und müssen dementsprechend tiefer in die Geldtasche greifen – der ‎meist erst in einer

fünfstelligen Höhe beginnt …‎
Aus all diesen Gründen können einzelne Lifte nur schwer mit Preisen gezeichnet werden; für ‎die Anschaffung empfiehlt sich auf jeden Fall die individuelle Beratung beim betroffenen ‎Unternehmen. ‎

Die oft gestellte Frage, ob die Krankenversicherung einen Anteil bezahlt, hängt sowohl von ‎der Versicherung als auch vom Land ab. In Deutschland zahlt sie leider nichts. Zwar können ‎unter der Voraussetzung der Anerkennung einer bestimmten Pflegestufe Zuschüsse gewährt ‎werden, wenn zum Beispiel Türen verbreitet oder Steckdosen verlegt werden müssen. ‎

Dafür kann jedoch anstelle der Kranken- die Pflegeversicherung einspringen. Im Idealfall ‎zahlt diese nämlich sogar bis zu 50% des Anschaffungswertes, auch bei Neuanschaffung. ‎Auf jeden Fall sollte zuvor die Pflegestufe beantragt werden, damit die Pflegeversicherung ‎überhaupt zum Zug kommen kann. ‎

Hersteller im Überblick

Hiro Lift

Die Firma bezeichnet sich selbst als der größte Treppenlift-Hersteller in Deutschland. Das ‎Unternehmen agiert international und verkauft neben Treppenliften auch das komplette ‎Service: Produktion, Montage, Instandhaltung und Notdienst können von den Kunden in ‎Anspruch genommen werden. Durch die individuelle Fertigung wird jeder einzelne Lift genau ‎an die Vorgaben angepasst; egal ob draußen oder drinnen, Wendel- oder flache Treppe: Hiro ‎Lift wirbt mit einfacher Bedienung, Sicherheit, Komfort und besten Fahreigenschaften. ‎

ThyssenKrupp Treppenlifte

Die ebenfalls deutsche Firma liefert ebenfalls individuelle Treppen, beginnend bei der ‎Beratung, Produktion, Montage bis hin zum kompletten Service. Laut Firmenphilosophie stellt ‎Sicherheit das oberste Gebot dar. Zudem wirbt ThyssenKrupp mit maßgeschneiderten, ‎tragfähigen Konzeptionen mit modernster Technik und jahrelanger Erfahrung.‎

Lifta-Treppenlift ‎

Das Unternehmen erzeugt selbst keine Lifte, bietet aber nach eigenen Angaben das dichteste ‎Servicenetz in Deutschland (ca. 100 Zweigstellen) und eine sehr hohe Anzahl an Modellen an. ‎Lifta in Marktführer in Deutschland; laut dem Unternehmen verkaufen sie über die Hälfte aller ‎Lifte in Deutschland pro Jahr. Das Unternehmen blickt auf 30 erfolgreiche Jahre zurück, in ‎denen viel Erfahrung in dieser Branche gesammelt wurde. ‎

Sanimed

Das deutsche Unternehmen wirbt mit der Überwindung sämtlicher Barrieren in ganz ‎Deutschland. Tatsächlich finden sich im Sortiment neben Treppenliften auch zusätzliche ‎Angebote wie Rollstühle, Gehilfen oder Elektromobile. Bei Treppenliften bietet das ‎Unternehmen neben Beratung, Konfiguration und Lieferung und Montage auch verschiedene ‎Modelle wie Sitz-, Plattformlifte und Rollstuhlhebebühnen an. ‎
‎2014 belegte Sanimed neben den Konkurrenten Lifta und ThyssenKrupp den ersten Platz bei ‎einem Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ). Das Unternehmen konnte ‎durch eine ausgezeichnete Preisanalyse überzeugen, während ThyssenKrupp als Teilsieger ‎beim Service hervorging. ‎

Garaventa Lift

Das international agierende Unternehmen blickt auf 80 Jahre Erfahrung und Tradition mit ‎Seilbautechniken zurück. Den Schwerpunkt bilden nach wie vor die Mobilität und die ‎Barrierefreiheit zu Hause und in Gebäuden, die Garaventa Lift durch die Produktion von ‎Home- und Treppenlifte zu erreichen gedenkt. Das schweizerische Unternehmen zählt laut ‎eigenen Angaben zu den weltweit führenden Herstellern und Anbietern in dieser Branche und ‎sticht dabei besonders durch hohe Sicherheit und „exzellentem Image“ hervor. Das ‎Unternehmen wirbt mit viel Erfahrung durch über 50.000 Installationen, die es ihm ermöglicht, ‎auch schwierige Herausforderungen zu bewältigen. ‎

Bisher wurden lediglich Treppenlifte erwähnt; tatsächlich haben alle diese Unternehmen ‎jedoch weit mehr zu bieten. Hier folgt ein kurzer Überblick über vier verschiedene Modelle.‎

Sitzlifte

Der Sitzlift ist der Klassiker unter den Treppenliften, daher schafft es das gängigste Modell ‎auch regelmäßig in die Medien. Grundsätzlich sind Sitzlifte für Personen geeignet, die zwar ‎noch mit Gehstock oder Rollator mobil sind, aber die Treppe trotz Gehilfen nicht mehr ‎bewältigen können. Theoretisch sind Sitzlifte auch für Rollstuhlfahrer geeignet, wenn in der ‎nächsten Etage ein weiterer Rollstuhl verfügbar ist. Der Vorteil des Sitzliftes ist sein großes ‎Einsatzgebiet: Egal ob die Treppe gerade oder kurvig oder auch sehr eng ist; der Sitzlift kann ‎trotzallem zum Einsatz kommen. Zudem kann die Sitzfläche während Nichtbenutzung ‎aufgeklappt werden und spart so wertvollen Platz; auch die einfache Bedienung und der hohe ‎Komfort sprechen für den Treppenlift. Je nach Anbieter kann der Sitzlift auch ganz an die ‎individuellen Bedürfnisse angepasst werden. ‎
Und das wohl oft auch ausschlaggebendste Argument: Der Sitzlift zählt aufgrund der ‎einfachen Installation zu den günstigen Vertretern seiner Klasse. Bei geraden Treppen liegen ‎die Kosten zwischen 3.000 und 8.000 Euro; Treppen mit 180-Grad-Kurve kosten bereits ca. ‎‎15.000 Euro. ‎

Plattformlifte

Diese Art Lift ist vor allem für Rollstuhlfahrer bestens geeignet, da hier nicht mehrere ‎Rollstühle wie zum Beispiel bei Sitzliften vonnöten sind. Ein zusätzlicher Vorteil von ‎Plattformliften: Mit ihnen können nicht nur Personen sondern Lasten aller Art transportiert ‎werden – auch Möbel, da durch die robuste Bauweise Traglasten von bis zu 2.000 oder (je ‎nach Anbieter) auch 3.000 Kilogramm möglich sind. ‎
Das Einsatzgebiet von Plattformliften liegt sowohl im Außen- als auch im Innenbereich; ‎allerdings sind sie eher für breite und gerade Treppen optimiert. Zwar sind auch leichte ‎Kurven schaffbar, allerdings wird der Einbau dadurch komplizierter. Ein weiterer wichtiger ‎Vorteil: Dieser Lift verfügt über einen batteriegestützten Antrieb, wodurch die Anlage auch bei ‎Stromausfall noch voll nutzbar bleibt. Das bedeutet jedoch gleichzeitig hohe ‎Anschaffungskosten, auch wenn keine individuellen Wünsche berücksichtigt werden müssen. ‎Plattformlifte kosten ungefähr 9.000 bis 10.500 Euro bei geraden Treppen und um 16.500 ‎Euro, wenn sie eine 90-Grad-Kurve überwinden müssen.‎

Homelifte

Ein Homelift funktioniert im Prinzip gleich wie ein gewöhnlicher Kaufhauslift. Sein Vorteil: ‎Durch die vertikale Ausrichtung spart er Platz und befördert schnell und sicher in die nächste ‎Etage. Die Montage kann je nach Wunsch im Innenbereich, aber auch außen erfolgen. ‎Bestens geeignet für Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen überzeugt der Homelift ‎durch den geringen Wartungsaufwand, Langlebigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-‎Verhältnis. Dieses liegt zwischen 18.000 und 40.000 Euro, abhängig von der Größe der ‎Anlage. ‎

Hublifte

Der Hublift ähnelt zwar dem Sitzlift, ist jedoch nur für geringe Höhenunterschiede (1-3 Meter) ‎geschaffen. Somit sind sein Einsatzgebiet flache lange Rampen oder kurze Treppen im ‎Außen- und Innenbereich. Die wichtigsten Voraussetzungen für einen Hublift sind der ‎maximale Höhenunterschied von drei Metern und der feste und ebene Boden, auf den er ‎einfach montiert werden kann. Geeignet ist dieses Modell auch für Rollstuhlfahrer, da er hohe ‎Lasten tragen kann (bis zu 300 Kilogramm) und äußerst stabil ist. Die Kosten liegen ca. ‎zwischen 6.000 bis 12.000 Euro, die Pflegeversicherung könnte unter den richtigen ‎Voraussetzungen jedoch bis zu 50% der Kosten übernehmen. ‎

Kurzinterview mit Frau Scholl am 21.03.2017

Frau Scholl wird seit 2013 durch PerVita24 betreut.

Sie ist am 01.06.1937 geboren und  lebt seit 13 Jahren alleine ( aktueller Pflegegrad 3 )

 

Frage:

Sie werden seit über 3 Jahren von der Pervita24 betreut, welche Erfahrungen haben Sie bis jetzt mit den 24 Stunden Betreuungskräften gemacht ?

 

Frau Scholl:

Die erste Betreuungskraft war eigentlich ein Alptraum, sie kam vor Weihnachten im Jahr 2013 an, sie war eine Kettenraucherin und eigentlich nicht geeignet, um in der Pflegebranche tätig zu sein.

 

Frage:

Sie sind aber trotzdem der Pervita24 treu geblieben, warum?

 

Frau Scholl:

Die Pervita24 hat schnell reagiert und eine andere Betreuungskraft entsendet. Frau Kasia ist bis heute bei mir. Die Pervita24 hat im Jahr 2014 eigene Unternehmen in Polen gegründet, durch die Betreuungskräfte eingestellt werden,  um mehr Kontrolle über die Auswahl des Personals  zu haben. Das war mir ausschlaggebend, um bei der Pervita24 auch zu bleiben, wie sich rausgestellt hat auch zu Recht.

 

Frage:

Wie finanzieren Sie die 24 Stunden Pflege?

 

Frau Scholl:

Meine Rente reicht dafür natürlich nicht aus, ohne des Pflegegeldes und Unterstützung der Kinder, wäre es gar nicht möglich, die monatlichen Kosten zu decken.

 

Frage:

Sehr viele Familien in Deutschland entscheiden sich immer noch für den Schwarzmarkt, was die 24 Stunden Betreuung angeht. Warum haben Sie sich entschlossen den offiziellen Weg zu gehen?

 

Frau Scholl:

Ganz ehrlich, ich habe auch mit den Gedanken gespielt, um meine Kinder finanziell nicht zu belasten, weil die Betreuungskräfte vom Schwarzmarkt viel günstiger sind. Gott sei Dank, habe ich tolle Kinder, die mir davon abgeraten haben und auch geholfen haben, die 24 Stunden Betreuung über eine seriöse Agentur zu regeln. Natürlich ist es teurer aber dafür legal und ohne Risiko.

 

Frage:

Haben Sie ein Tipp für die Familien, die gerade auf der Suche sind, die passende Agentur zu finden ?

 

Frau Scholl:

Gehen Sie auf Nummer sicher und suchen Sie nach einem Dienstleister und nicht nach einem Vermittler, natürlich kann ich die Pervita24 nur weiterempfehlen.

Klären Sie aber im Vorfeld ab, ob sie mit der vorgeschlagenen Betreuungskraft auch telefonisch Kontakt aufnehmen können. Es  ist wichtig, mit der Betreuungskraft zu sprechen, bevor sie zu Ihnen nach Hause kommt. Jede Seriöse Agentur gibt auch Ihnen die Möglichkeit dazu.

Kurzinterview mit der polnischen Betreuerin, Frau Maria Gradkowska.

Warum haben Sie die Entscheidung getroffen in der Pflegebranche tätig zu sein?

Frau Gradkowska: Ich war schon immer eine Person, die den älteren Menschen gerne geholfen hat. Bevor ich mich professioneller mit der Betreuung auseinandergesetzt habe, habe ich mich um meine Familienangehörigen gekümmert und festgestellt, dass ich das sehr gerne auch beruflich machen würde. Die Firma Pervita24 hat mir dies ermöglicht, ich habe eine kostenlose Schulung besucht und besitze jetzt die Grundkenntnisse der deutschen Sprache.

Warum betreuen Sie die Menschen in Deutschland und nicht in Polen?

Frau Gradkowska: Eine Pflegekraft in Polen verdient netto 350 Euro, ich meine ich mag diesen Beruf, ich muss aber noch irgendwie leben können, in Deutschland bekomme ich zirka 1250 netto raus und habe keine Lebensunterhaltungskosten während ich die Tätigkeit in Deutschland ausübe.

Erzählen sie bitte von der ersten beruflichen Reise nach Deutschland

Frau Gradkowska: O ja, das war sehr stressig aber dann doch sehr aufregend zugleich. Ich wusste nicht, wie die Familie mich empfängt, ob die zu betreuende Person mich akzeptiert und ob sie anhand meiner Leistungen auch zufrieden sein wird.

Es hat sich aber rausgestellt, dass die Familie mich sehr positiv empfangen hat. Schon ab dem Betreten des Hauses wusste ich, dass ich es hier mit sehr liebenswürdigen Menschen zu tun habe. Nach einer Woche ist dann auch eine gewisse Routine eingekehrt. Ich hatte wirklich sehr viel Glück, dass ich gleich bei dem ersten Auftrag eine so nette Familie getroffen habe.

Sie verbringen sehr viel Zeit in Deutschland, vermissen Sie nicht Ihre Familie, Freunde und das eigene Heim?

Frau Gradkowska: Ja natürlich ist es nicht leicht, ich halte aber per Facebook oder Skype die sozialen Kontakte aufrecht, ich kommuniziere auch mit Freundinnen die ebenfalls in Deutschland die 24 Stunden Betreuung ausüben und was man nicht vergessen soll, ich bin eigentlich trotz dieser Form der Arbeit, fast ein halbes Jahr in Polen, praktisch 2 Monate Arbeit und 2 Monate habe ich dann frei.

Haben Sie Kontakt zu der Familie in Deutschland während Sie  in Polen Ihren Urlaub machen?

Frau Gradkowska: Unterschiedlich, hängt von der Familie ab. Bei der aktuellen Familie ist der Kontakt gut obwohl die Familienangehörigen im Ausland leben. Die zu betreuende Person selbst, hat nach letztem Schlaganfall deutliche Sprachstörung, somit ist die Kommunikation auch vor Ort nur bedingt möglich.

Betreuen Sie immer die gleiche Familie ?

Frau Gradkowska: So lange die Familie und die zu betreuende Person es möchte, dass ich wieder komme, dann komme ich auch gerne zurück.

Momentan arbeite ich jetzt als polnische Betreuerin in Deutschland seit zirka 3,5 Jahren und bin jetzt bei der zweiten Familie. Leider sterben die Menschen oder müssen stationär behandelt werden, dann endet ja die Betreuung automatisch.

Baut man eine persönliche Beziehung zu den Personen die man betreut auf ?

Frau Gradkowska: Ja natürlich, man verbringt doch sehr viel Zeit zusammen.

Sie haben schon jetzt gewisse Erfahrung als Betreuungskraft in Deutschland gesammelt, haben Sie vielleicht irgendwelche Tipps für andere Damen in Polen, die auch mit dem Gedanken spielen in Deutschland als Betreuungskraft  zu arbeiten?

Frau Gradkowska: Eigentlich nur Eins, fühlt euch bitte bei der Familie wie zu Hause aber vergisst nicht, dass ihr zu Gast seid:-)

Ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen für Ihre Zeit und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Frau Gradkowska: Kein Problem, habe ich doch gern gemacht, Ihnen auch alles Gute