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Demenz – Therapie und Behandlung

Wenn man die Diagnose Demenzerkrankung erhält, ist das für die meisten Erkrankten ein großer Schock und man hat die schreckliche Vorstellung vor Augen, dass man in kürzester Zeit nicht mehr ein alltagskompatibles Leben führen kann. Zwar ist eine Demenz nicht heilbar, doch durch geeignete Therapien und Behandlungsmethoden kann das Fortschreiten der Krankheit durchaus erheblich gebremst werden und auch die Lebensqualität der Betroffenen kann verbessert werden. Eine passende Therapie wird vom Facharzt dem Stadium der Erkrankung angepasst und kann daher in unterschiedlicher Form verlaufen und durchgeführt werden.

Bevor sich für eine bestimmte Therapie bei der Demenz entschieden wird, gehen die Fachärzte in einer dreischrittigen Untersuchungsmethode vor.

Im Vorfeld werden die Ursachen erforscht, die durch eine geeignete medizinische Versorgung abgewendet werden können. Im Rahmen einer solchen Behandlung kommen auch das Training des Gedächtnis des Demenzerkrankten und ergotherapeutische Maßnahmen zum Einsatz, sowie die Behandlung mit geeigneten Medikamenten, so dass eine ganzheitliche Therapie bereits von Beginn der Erkrankung erfolgt.
Insbesondere ältere Menschen leiden unter Mangelerscheinungen in den verschiedensten Bereichen. So kann ein Mangel an Vitaminen oder auch an Flüssigkeit dafür verantwortlich sein, dass die Anfänge der Demenz weiter fortgeschritten sind, als sie eigentlich sein sollten. Diese Ursachen werden durch die medizinischen Untersuchungen behoben und auch ausgeschlossen. Aber auch weitere organische Ursachen müssen im Vorfeld als gravierende Ursachen der Demenz ausgeschlossen und beseitigt werden. Das können unter anderem Entzündungen und Infektionen von Bereichen des Gehirns sein. Aber auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann Vergesslichkeit und leichte Verwirrtheit bei den erkrankten Personen hervorrufen. Oft leiden die Betroffenen auch unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, die eine partielle Verwirrtheit und auch Vergesslichkeit verursachen kann, die dann als Symptome der Demenz von den Erkrankten gedeutet werden.

Im weiteren Schritt erfolgt dann die Medikation des Arztes.

Allerdings ist es zur Zeit leider so, dass geeignete Medikamente zur Behandlung von einer Demenzerkrankung nicht in zahlreicher Menge auf dem Medikmentenmarkt verfügbar sind. Die Hauptziele dieser Medikamente, die auch als Antidementiva bezeichnet werden, liegen in der Minderung von Störungen in der Gedächtnisleistung und in der Stabilisierung in den alltäglichen Vorgehensweisen und Handlungen.

In diesem Bereich gibt es auch pflanzliche Präperate, die auf Basis von Ginkgo Biloba hergestellt werden und unterstützend im Rahmen der Demenztherapie eingenommen werden können.
Für eine Verzögerung der Demenzerkrankung ist es wichtig, dass die Betroffenen auch alternative Behandlungsmethoden als unterstützende Maßnahmen mit in ihren Therapieprozess mit einbeziehen. Hierzu zählen neben ausreichender Bewegung an der frischen Luft auch Gedächtnistraining und ergotherapeutische Einheiten. Aber auch Musiktherapien können eine gute unterstützende Wirkung haben. Diese soll insbesondere darin bestehen, dass die Lebensqualität der Demenzerkrankten verbessert beziehungsweise erhalten wird. Sie sollen durch alternative Therapieformen vor allem auch den Umgang mit ihren Einschränkungen erlernen und meistern. Ein Bestandteil kann auch das Erlernen der Orientierung mit einer Demenzerkrankung sein, denn die Vorstellungen von Räumlichkeiten gehen oftmals schnell verloren und dann muss man Taktiken kennen, die einen den Umgang mit einer solch problematischen Situation erleichtern.
Man sollte sich in fachkundige Einrichtungen begeben, denn dort wird man sehr gut beraten werden, welche einzelnen therapeutischen Maßnahmen am besten unterstützend ineinandergreifen. Schließlich ist es auch wichtig, dass man seinem Gehirn ausreichend Ruhe und Schlaf bietet, damit es genügend Regenerationsphasen hat.
Es ist im Rahmen der Demenztherapie die Angehörigen der erkrankten Person mit ins Boot zu nehmen. Neben einer guten Aufklärung über die Erkrankung und ihren Verlauf gehört auch eine Betreuung in schwierigen Situationen dazu. Es ist für die meisten Angehörigen richtig schwer, die Wesensveränderungen bei ihren geliebten Angehörigen zu beobachten. Erschwerend kommt gerade in den weiter fortgeschrittenen Stadien das Problem hinzu, das Verhalten der Angehörigen zu verstehen, denn die Sprache reicht meistens nicht mehr aus, um sich zu verständigen. Wünsche und Probleme der erkrankten Menschen können dann meistens nur mit ausreichender Kenntnis über die Erkrankung verstanden werden.