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Die Bedeutung des Schlafes

Einleitung

Schlafen. Was genau wird darunter eigentlich verstanden? Was passiert, wenn sich der Körper zur Ruhe legt und sich ins Reich der Träume begibt? Welche Auswirkungen besitzt unser Schlaf? Wie wichtig ist Schlaf für den Menschen? Ist er unabdingbar oder könnte man vielleicht darauf verzichten? Wieso träumen manche Menschen mehr als andere? Und welche Bedeutung haben Träume eigentlich?

Allgemeines über den Schlaf

Die Menschen schlafen seit Anbeginn ihrer Zeit. Schlaf ist elementar für jeden einzelnen Menschen. In dieser Zeit kommt der Körper zur Ruhe und kann sich seiner Regeneration widmen. Der Kreislauf fährt runter, der Puls senkt sich und die Atmung flacht ab. Ein gesunder Schlaf dient der Erholung des kompletten Organismus und ist wichtiger Bestandteil des Menschenlebens. Bekommen wir zu wenig davon, sind wir anfälliger für Erkältungen oder andere Erkrankungen. Bei chronischem Schlafmangel können sich sogar schwerwiegende Krankheiten wie beispielsweise Bluthochdruck oder Magen-Darm-Störungen entwickeln. Psychische Krankheiten sind ebenso zu berücksichtigen.
Erholsam ist der Schlaf vor allem zu Nachtzeiten, wenn es draußen dunkel ist. Entgegen vieler alten Meinungen haben Forscher in etlichen Studien herausgefunden, dass der Mensch eine sogenannte „innere Uhr“ besitzt. Diese innere Uhr sorgt dafür, dass der Schlaf nachts erholsamer ist als am Tage. Es macht dabei keinen Unterschied, ob durch künstliches Licht versucht wird, eine Täuschung zu erzeugen.
Durch das Schlafen erreicht der Mensch einen gewissen Abstand zum Tagesgeschehen und kann seine Selbstheilung anregen. Dies ist für ihn unverzichtbar.
Zusätzlich gibt es unterschiedliche Schlaftypen von Menschen. Das bedeutet, dass manche Personen länger schlafen müssen als andere. Während manche Menschen mit vier bis fünf Stunden Schlaf auskommen, können es bei anderen durchaus acht oder mehr Stunden sein. Der genaue Grund dafür ist bisher noch nicht hinreichend erforscht.

Schlafphasen

Es gibt vier unterschiedliche Schlafphasen, die man Zyklus und Zyklus durchläuft.
Dazu zählen die Einschlafphase, der leichte Schlaf, die Tiefschlafphasen beziehungsweise Traum- oder REM-Schlaf.

Phase I:
Bei der Einschlafphase kommt der Körper langsam zur Ruhe und die Atmung wird ruhiger. Diese Phase beschreibt den Übergang vom Wachzustand in den Schlaf. Zu dieser Zeit entspannt sich die Muskulatur und auch die Gehirnströme werden langsamer.

Phase II:
Während des leichten Schlafes schläft man ungefähr zehn Minuten ganz leicht und die Muskulatur ist am arbeiten. In dieser Zeit kann es zu leichten Muskelzuckungen kommen. Danach entspannen sich die Muskeln.

Phase III und IV:
Diese beiden Phasen bezeichnen die Tiefschlafphasen. Zu dieser Zeit schläft der Körper fest und er wacht nur sehr schwer auf. Die Regeneration des Körpers verläuft hier besonders gut. Die REM-Phase (Rapid Eye Movement) ist jene Phase, in der sich die Augen sehr schnell bewegen. Der Schlafende träumt in dieser Zeit und ist lebhaft im Geschehen. Das Gehirn arbeitet nun auf Hochtouren und Personen, die zu dieser Zeit geweckt werden, können sich meistens sehr gut an ihre Träume erinnern. Zu dieser Zeit kann es auch zu sogenannten „Klarträumen“ kommen. Später jedoch mehr dazu. Die Muskulatur ist komplett entspannt und stellt vermutlich eine Art Selbstschutz dar. Der Körper kann sich somit nicht selbst verletzen, auch wenn er sich in wilden Träumen wiederfindet.
Nach Ablauf dieser ineinander übergreifenden Phasen beginnt der Zyklus von Neuem. Mit zunehmender Schlafdauer werden die REM-Phasen stetig länger. Ein kompletter Zyklus dauert zwischen 60-90 Minuten.

Bedeutung und Nutzen der Träume

Entgegen vieler Meinungen träumt jeder Mensch. Die meisten können sich lediglich nicht mehr an ihre Träume erinnern. Nur schemenhaft sind vielen ihre Träume direkt nach dem Aufwachen noch präsent. Ist der Körper schließlich richtig wach und man hat sich bereits bewegt, sind diese jedoch meist schon komplett vergessen. Das führt dann häufig zu der falschen subjektiven Einschätzung, man würde nicht träumen.
Weshalb der Körper träumt ist noch nicht komplett ergründet. Wissenschaftler sind sich über den konkreten Nutzen noch nicht eindeutig einig. Jedoch scheint es unumgänglich zu träumen. Ein Ansatz ist der, dass die Träume das Erlebte verarbeiten. Ein anderer könnte sein, dass durch das Unterbewusstsein bestimmte Hinweise gegeben werden. Ein Traum besteht zu einem Großteil aus Symbolen. Hierzu zählen archetypische Symbole, die ganz allgemein gelten. Jedoch sind einige Symbole wohl auch individuell zu betrachten. Bücher über Traumdeutungen liefern hier weitere Ansätze.
Menschen durchleben ihren Alltag vermutlich erneut und lernen durch das Geträumte neue Lösungsansätze für ihre Probleme zu finden.

Was ist ein Klartraum?

Ein Klartraum, auch luzides Träumen genannt, entwickelt sich dann, wenn dem Träumenden bewusst wird, dass er träumt. Die Person wacht dann nicht auf, sondern kann ihren Traum nach ihren Wünschen gestalten. Sie erlangt die volle Kontrolle über den Traum und kann ihren Interessen folgen. Beispielsweise ist es dann möglich, im Traum bewusst zu fliegen oder anderen Aktivitäten nachzugehen. Grundsätzlich gilt diese Fähigkeit als erlernbar, erfordert jedoch sehr viel Übung und Geduld. Auch hier liefern einige Bücher interessante Anleitungen. Das Gegenteil eines Klartraumes nennt man Trübtraum, also einen „normalen“ Traum. An Klarträume kann man sich in aller Regel sehr gut erinnern, da diese nahezu so „echt“ erlebt werden, wie die bekannte Realität.

Abschließendes

Letztlich bleibt festzuhalten, dass der exakte Grund, weshalb wir schlafen, noch nicht eindeutig erforscht ist. Bekannt ist nur, dass es für den Menschen ausgesprochen wichtig ist zu schlafen und zu träumen. Bleiben der Schlaf und die Träume für lange Zeit aus, kann es psychischen und körperlichen Beschwerden kommen. Nach einigen Tagen Schlafentzug fangen Menschen an zu halluzinieren. Das Thema Schlaf ist noch recht jung in der Forschung und wird die nächsten Jahre sicherlich noch zu neuen Erkenntnissen führen. Das komplexe Themengebiet bietet bisher noch viel Raum für Spekulationen und bleibt definitiv interessant.